Portrait Karin Maag MdB2„Alleinerziehende erziehen ihre Kinder meist unter erschwerten Bedingungen. Diese Situation verschärft sich, wenn ehemalige Partner keinen oder nicht regelmäßigen Kindesunterhalt zahlen. Um dieser besonderen Belastung Rechnung zu tragen, unterstützt der Staat die Betroffenen mit dem sogenannten Unterhaltsvorschuss. Er zahlt in diesen Fällen den Unterhalt und holt ihn sich – soweit möglich – vom eigentlich unterhaltspflichtigen Elternteil zurück. Nun wird der Unterhaltsvorschuss ausgebaut. Alleinerziehende können die Unterstützung künftig bis zum 18. Lebensjahr ihrer Kinder erhalten. Bislang galt der Anspruch nur bis zum Alter von zwölf Jahren. Zudem wird die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten abgeschafft. Die Sätze sollen je nach Alter zwischen 150 und 268 Euro monatlich liegen. Die Reform kostet rund 350 Millionen Euro. Nach langen Verhandlungen über die Finanzierung wird der Bund seine Beteiligung von einem Drittel auf 40 Prozent erhöhen, die Länder werden 60 Prozent statt bisher zwei Drittel tragen. Damit ist der Weg für diese wichtige Gesetzesänderung frei. Die Reform wird nach Verabschiedung im Bundestag voraussichtlich zum 1. Juli 2017 in Kraft treten.“

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