Portrait Karin Maag MdB2Zur Situation in der Türkei nach dem Referendum erklärt Karin Maag: „Eigentlich ging es um die EU-Gespräche zum Brexit in ihrer Regierungserklärung. Die Bundeskanzlerin formulierte aber auch unmissverständlich ihre Kritik am türkischen Staatspräsidenten. Es sei mit einem Rechtsstaat nicht vereinbar, wenn die türkische Exekutive Deniz Yücel vorverurteile. Dennoch hat Angela Merkel vor einer endgültigen Abwendung von der Türkei gewarnt. Obwohl der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan das Land immer mehr nach seinen Vorstellungen in einen autoritären Staat umwandelt, darf Europa sich nicht völlig von der Türkei abwenden. Gefragt sind „Klugheit“ und „Klarheit“ gleichermaßen. Diese Ansicht teilt auch die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Karin Maag: „Es nützt gar nichts, wenn wir uns vom Staat Türkei abwenden. Das nutzt weder uns in Deutschland und Europa und auch nicht der türkischen Opposition. Die Türkei bleibt ein strategischer Partner. Es ist aber klar: wer in der EU-Mitglied werden möchte, muss sich dann auch an die Regeln halten. Das gilt selbstverständlich auch für die Unabhängigkeit der Justiz und wird sich auch am Umgang mit dem inhaftierten Journalisten der WELT Denis Yücel zeigen. Ich persönlich meine, zumindest derzeit wäre es ehrlicher, die Gespräche zu beenden.“

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